Positive Zwischenbilanz für den Landkreis

26.11.2006 ·

Junge Bürger Donau-Ries beim politischen Frühschoppen

Kaisheim-Hafenreut (jr).  Die Landkreisbürger/innen über die Kreispolitik zu informieren und deren Interessen und Vorstellungen anschließend wieder in die Kreisgremien einzubringen war und ist eines der Ziele, das die Jungen Bürger (JB) bei ihrer politischen Arbeit verfolgen. Und so führte der Weg die JB-Kreisvorstandschaft um Ulrich Jaumann und die Kreisräte der Jungen Bürger Erwin Taglieber, Peter Schiele und Josef Reichensberger - Paul Fackler war verhindert - zum politischen Frühschoppen in die Heimat des Landrat-Stellvertreters und JB-Kreisrats Franz Oppel in den Kaisheimer Ortsteil Hafenreut.

Im dortigen Gasthaus Eigen zogen die Vertreter der Jungen Bürger vor zahlreichen Besuchern Bilanz über die Arbeit der letzten Jahre in den Kreisgremien.

Insbesondere der solide Kreishaushalt stand im Mittelpunkt der Bemühungen. „Die Kunst, den Spagat zwischen den berechtigten finanziellen Interessen der Kommunen, des Landkreises und des Bezirks zu vollführen, ist uns dabei durch die Kreistagsmehrheit über die Fraktionsgemeinschaft mit der CSU meist gelungen“ so Franz Oppel in Hafenreut. Und dies trotz umfangreicher Investitionsvorhaben in Höhe von insgesamt 20 Mio. Euro in den letzten 10 Jahren im Bereich der Schulen (über das IZBB – Investitionsprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung“ der Bundesregierung). Weiterhin wurden und werden an die 3 Mio. Euro jährlich in den Kreis-Straßenbau gesteckt, wobei dieser Bereich künftig noch stärker in den Fokus der Investitionstätigkeit rücken soll.

Für Erwin Taglieber (Oettingen), der für die Jungen Bürger auch Mitglied im Kreisausschuss ist, waren wichtige Punkte in den letzten Jahren der Bürokratieabbau sowie die wirtschaftliche Entwicklung im Kreis mit einer entsprechenden Handwerks-, Mittelstands- und Landwirtschaftsförderung. “Hier wollen wir als Junge Bürger Donau-Ries weiter ansetzen und durch die Installation einer eigenständigen Energieagentur für die Bauherren-Beratung noch mehr Service bieten.“ Dabei zeigt ein Vergleich mit dem Landkreis Unterallgäu, der bereits eine Energieagentur installiert hat, auch finanzielle Vorteile durch den Service für den Kreis Donau-Ries, die an die Bürger/innen weitergegeben werden können. Im Unterallgäu fallen jährlich ca. 3 Mio. Euro an Zuschüssen von übergeordneten Stellen für die Energieberatung an, im Landkreis Donau-Ries bisher „nur“ 1,5 Mio. Euro jährlich.

Als weiteren Punkt bei der wirtschaftlichen Entwicklung wurden von Peter Schiele die Bemühungen um eine Geschäftsstelle des TCW – „Technologie Centrum Westbayern“ in Donauwörth in Verbindung mit der Firma Eurocopter genannt. „Somit wird das TCW auch eine Strahlkraft in den Süden unseres Landkreises besitzen“ so der Kreisrat aus Nördlingen weiter. Aber auch die Präsentation des „Ferien- und Freizeitlandes Donau-Ries“ und die Auszeichnung des „Geopark Ries“ seien ein wichtiger Beitrag zur Förderung des gesamten Landkreises. Für die Zukunft kann sich Peter Schiele darüber hinaus auch vorstellen, eine Außenstelle der Fachhochschule Augsburg im Landkreis Donau-Ries vorzufinden.

Ein besonderes, aktuelles „Highlight“ hatte Josef Reichensberger zu bieten, der als JB-Kreisrat den Landkreis im Abfallwirtschaftsverband Nordschwaben vertritt. „Die Erhöhung der Mehrwertsteuer ab 2007 um drei Prozent, was für den AWV einen Betrag in Höhe von ca. 600 Tausend Euro jährlich bedeutet, wird nicht über Preiserhöhungen an die Bürger/innen weitergegeben, sondern soll durch Einsparungen bzw. Mehrerträge erwirtschaftet werden.“ Dabei sind insbesondere die Mehrerträge interessant, hier sollen z.B. durch Gründung einer eigenen GmbH der Betrieb einer Photovoltaikanlage auf dem Betriebsgelände ermöglicht werden und der Gewinn aus der Anlage einen Teil des genannten Mehrertrages bilden.

Und schließlich stellte Josef Reichensberger (Donauwörth) nochmals das uneingeschränkte Ja der Jungen Bürger zu den drei Kliniken sowie den Senioren- und Pflegeheimen im Landkreis deutlich heraus. Im Hinblick auf die aktuelle Diskussion um das Stiftungskrankenhaus Nördlingen „ist jedoch ein aufeinander Zugehen aller Beteiligten erforderlich, um die jeweils berechtigten Interessen ausgleichen zu können“ so Josef Reichensberger weiter.

Abgerundet wurde der politische Frühschoppen der Jungen Bürger in Hafenreut durch einen Appell des JB-Kreisvorsitzenden Ulrich Jaumann, der seine Gruppierung als Interessenvertretung aller Landkreisbürger/innen verstanden wissen will. „Wir wollen neben erfahrenen und bewährten Kräften auch junge Bürger/innen an die Politik heranführen und diesen eine Chance zur Mitgestaltung unseres Landkreises geben und somit einer vermeintlichen Politikverdrossenheit entgegentreten. Es zeigt sich, dass viele junge Leute bereit und interessiert sind, Aufgaben für die Gemeinschaft, auch und vor allem in der Politik, wahrzunehmen, geben sie ihnen eine Chance.“

 

Text: Jürgen Raab (jr)

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