„Umsorgt und in Würde leben“ – Motto der Kreis-Seniorenheime hautnah erlebt

31.01.2007 ·

Die Jungen Bürger Donau-Ries zu Besuch im Kreis-Seniorenheim Rain

Rain (jr). Die Belange der älteren Menschen im Landkreis zu würdigen und in die politische Arbeit einzubringen ist ebenfalls ein wichtiges Anliegen im Programm der Jungen Bürger Donau-Ries (JB). Und wo könnte ein besserer Rahmen gefunden werden, um die praktische Arbeit an und mit den älteren und pflegebedürftigen Mitmenschen erleben zu können als in einem der drei Kreis-Seniorenheime (Monheim, Wemding und Rain).

So führte der Weg die JB-Kreisvorstandschaft um Ulrich Jaumann sowie die Kreisräte Josef Reichensberger und Peter Schiele in die Tilly- und Blumenstadt Rain um im dortigen Seniorenheim vom Leiter Organisation des Eigenbetriebs Kliniken und Seniorenheime des Landkreises Donau-Ries Bernhard Schmid und der verantwortlichen Heimleiterin Paula Mandlmeier Zahlen, Informationen und insbesondere Eindrücke des Lebens der Heimbewohner präsentiert zu bekommen.

Bereits 1952 wurde nach einjähriger Bauzeit das damalige Kreisaltenheim in Rain seiner Bestimmung übergeben. Nach einer ersten Erweiterung um eine eigene Pflegeabteilung 1978, wurde nach der Schließung des dortigen Kreiskrankenhauses der große Wurf gewagt, und von 1996 bis 1998 im Zuge einer Generalsanierung mit Integration der Räume des ehemaligen Krankenhauses, der Komplex zum heutigen Kreis-Seniorenheim umgestaltet und erweitert.

Heute verfügt die Einrichtung über 145 Plätze, von denen 113 den Pflegebereich bilden. Somit werden 32 Plätze als sog. „situative Heimplätze“ (Wohnbereich mit bzw. ohne Pflege) angeboten. Wie groß die Nachfrage ist, zeigt der gesamte Auslastungsgrad – 96 % der Plätze sind laut Paula Mandlmeier aktuell belegt. Dabei reicht das Alter der Bewohner von knapp über 60 bis 103 Jahre. Um das Wohlbefinden und die Pflege der Senioren sicherzustellen, werden derzeit am Standort Rain 130 Mitarbeiter/innen (ca. ein Drittel davon in Vollzeit) beschäftigt. Allein für den Pflegebereich sind 80 Kräfte angestellt, die Fachkräftequote ist mit 67 % hervorragend; die restlichen Mitarbeiter/innen verteilen sich auf die Hauswirtschaft (incl. der eigenen Küche), den technischen Dienst und die Verwaltung. Der Wirtschaftsplan des Kreis-Seniorenheims Rain hat laut Bernhard Schmid ein Volumen von ca. 4,6 Mio. Euro jährlich. Es wird absolut kostendeckend gearbeitet, vom Landkreis Donau-Ries muß schon seit einigen Jahren kein Zuschuss zum Etat geleistet werden. Ganz besonders stolz ist man bei den Verantwortlichen für alle drei Kreis-Seniorenheime auf die Zertifizierung des Qualitätsmanagements, damit wird neben den Erfordernissen aus dem Heimgesetz die hohe Leistungskraft bei der Erbringung der Pflegeleistungen sowie beim Wohnen und der Verköstigung sichergestellt und dokumentiert.

Zum Ende des Rundgangs ging denn auch der Blick nach vorn, sowohl Paula Mandlmeier als auch Bernhard Schmid sehen in der Rainer Einrichtung Potenzial für weitere Entwicklungen. Neben einer Verbesserung des Altbestandes soll das Haus in einigen Bereichen noch zeitgemäßer werden und den neuesten Anforderungen im Bereich der Pflege, Betreuung und Wohnen genügen. Insbesondere bei den Wohn-Pflegegruppen wurden mit den dementen Bewohnern („Wohngruppe Regenbogen“) sehr gute Erfahrungen gemacht, entsprechend ist an einen Ausbau in diesem Bereich gedacht.

Und so sagte der JB-Kreisvorsitzende Ulrich Jaumann abschließend im Namen der Jungen Bürger Donau-Ries und ihrer versammelten Vorstandschaft wie auch im Namen der Kreisräte Josef Reichensberger, Peter Schiele und Erwin Taglieber ein Dankeschön für den informativen Abend und betonte nochmals die Wichtigkeit von Einrichtungen wie dem Seniorenheim in Rain. „Denn die Demographie und die Gesellschaftsstrukturen werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten einen Ausbau in bestimmten Bereichen bei der Versorgung und Unterstützung älterer Menschen mit sich bringen.“

Text und Bild: Jürgen Raab (jr)

 

Kreisseniorenheim Rain
Auf dem Foto sind zu sehen (von links): Alfred Raab, Josef Fackler, Wolfgang Neuber, Ulrich Jaumann, Erwin Lenk, Peter Schiele, Paula Mandlmeier, Jürgen Raab, Josef Reichensberger, Bernhard Schmid

neuere Nachricht ältere Nachricht